Selbstdarstellung:

Selbstdarstellung der INSEL-LICHTSPIELE e.V.

In den 50er und 60er Jahren bestanden zeitweise bis zu sieben Kinos in Wilhelmsburg! Diese hatten so klangvolle Namen wie Astoria-Lichtspiele, Monopol-Theater, Reiherstieg-Lichtspielhaus, die Filmburg, die Georgswerder Filmbühne, bzw. das Kino „DIE INSEL-LICHTSPIELE” an der Georg Wilhelm Strasse.
Heute ist in Wilhelmsburg, einem der größten Hamburger Stadtteile mit fast 50.000 BewohnerInnen, seit fast zwanzig Jahren kein Kino mehr vor Ort.
Als letztes Kino schloß 1987 die „Rialto-Lichtspiele” am Vogelhüttendeich. Das war die Zeit des Kinosterbens, auch durch die sich immer weiter verbreitende Videotechnik. Verstärkt wurde dieser Effekt warscheinlich durch den Strukturwandel im Hafen und der Abnahme der Kaufkraft der ansässigen Wohnbevölkerung.


 Dass Kino als gesellschaftlicher Ort wichtig ist, beweist seit Ende 2001 das Stadtteilprojekt „Neues Cinema Paradiso”. Ein mobiles Kino auf der Elbinsel, das seitdem durch den Stadtteil zog und in die entlegensten Winckel ein wenig Filmkultur zeigte.: Filmabende in Häusern der Jugend, Schulen, Vereinen, sozialen Initiativen, auf Barkassentour durch die Süderelbe oder als mehrwöchiges Open-Air-Kino.
 Von Beginn an bewährte sich der starke Bezug zum Stadtteil. Die Filmreihe „Made in Wilhelmsburg” präsentierte z.B. Filme, die auf den Elbinseln gedreht wurden und sich mit der Alltagswelt befassen.
Mit großem Erfolg wurden die spektakulären Open-Air-Filmvorführungen seit 2002 in den Sommermonaten an prägnanten Orten der Elbinseln durchgeführt: Dem Stübenplatz, dem Berta-Kröger-Platz, dem Marktplatz Kirchdorf-Süd, dem Veddeler Sportplatz, und der Bunthäuser Spitze.

Das Kinoprojekt bemühte sich seit 2001, im Rahmen der „Zukunftskonferenz Wilhelmsburg”, um einen festen Kinostandort. in der Anfangszeit wurde dieses Vorhaben von Vertretern der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Kulturbehörde, der Bezirk Harburg, dem Beirat für Stadtteilentwicklung, dem Ortsausschuss Wilhelmsburg, sowie von verschiedenen Interessengruppen Wilhelmsburgs noch Unterstützt. Die Mitglieder des Vereins trugen mit ihrer Ehrenamtlichen Arbeit sehr stark  zum Aufbau des Projekts bei und wurden aktiv in die Konzeption des Kinoprojekts mit einbezogen. Allerdings gibt es  von Seiten der Stadt seitdem keine Bemühungen mehr, ein festes Kino in Wilhelmsburg auch finanziell zu unterstützen.
2004 förderte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, nocheinmal im Rahmen des Forschungsprojektes „Stadtumbau West & , das OpenAir Kinoprojekt am Fährstieg und ermöglichte so für ca. 3000 BesucherInnen aus Wilhelmsburg und Umland, Filmgenuss an einem herausragenden Standort.
Allerdings um den Preis der Zerstörung dieses besonderen Naturraumes, das mit dieser "Maßnahme" überhaupt erst wieder für die Öffentlichkeit (Investoren) sichtbar gemacht wurde.

Auch die gesamte OpenAir Veranstaltungsreihe der „Insel-Lichtspiele” die ab 2005 unabhängig von der Honigfabrik geworden sind, wird als großer Erfolg gewertet. Trotz des mäßigen Wetters kamen durchschnittlich 100 BesucherInnen pro Abend zu den Filmveranstaltungen! Die Erfahrungen mit dem mobilen Kinobetrieb in diversen lokalen Einrichtungen/Institutionen haben gezeigt, dass in der Bevölkerung Wilhelmsburgs ein großes Interesse an einem festen und regelmäßigen Filmangebot vorhanden ist.
 
    Der Verein versteht sich als Stadtteil -Kulturprojekt, der über das Filme-Vorführen hinaus, in Bereichen wie Kunst, Kultur, Politik, Medien, Freizeit aktiv ist.
Das Kinoprojekt soll auch zur Identifikation mit dem Stadtteil beitragen: Die Unterstützer / BesucherInnen sollen es auch als "ihr Wilhelmsburger Kino" sehen.
    Der Verein Insel-Lichtspiele e.V. soll dazu beitragen, dass „die Wilhelmsburger”. sich direkt bei der Realisierung und dem Gedeihen eines Stadtteilkinos engagieren können.
Bei der Programmgestaltung werden die lokalen Besonderheiten berücksichtigt und interssierte Gruppen und Personen mit einbezogen.

Große Anfrage in der Bürgerschaft

Große Anfrage in der Bürgerschaft , Wahlperiode , 30. 07. 02

 FREIE UND HANSESTADT HAMBURG: Drucksache 17/1130 - 17. Wahlperiode , 30. 07. 02 - "Punkt 28. Für eine kurzfristige Umsetzung ist die Einrichtung eines Open-Air-Kinos vorgeschlagen worden, das an mehreren Orten stattfinden und dann als feste Einrichtung vorerst z.B. in eine Fabrikhalle ziehen soll. Welche Möglichkeiten sieht der Senat für die Realisierung dieses zusätzlichen Freizeitangebots für Wilhelmsburg? Welchen Beitraggedenkt der Senat von öffentlicher Seite dazu zu leisten?


Der Senat unterstützt die Bemühungen, in Wilhelmsburg weitere Stadtteilkultur- und Freizeiteinrichtungen anzusiedeln. Neben den schon heute aktiven, vielfältigen Einrichtungen im Stadtteil haben Bürgerhaus und Honigfabrik mit ihren Freizeit- und kulturell orientierten Aktivitäten einen hohen Stellenwert. Die Initiative der Projektgruppe "Neues Cinema Paradiso", durch ein Open-Air-Kino in den Sommerwochen zur kulturellen Belebung Wilhelmsburgs beizutragen, wird begrüßt. Die zuständige Behörde steht im Austausch mit den Veranstaltern und bemüht sich zurzeit um einen festen Kinostandort.

In diesem Zusammenhang wird auch der ehemalige Kinostandort "Rialto" am Vogelhüttendeich geprüft und es werden Gespräche mit einem potenziellen Betreiber geführt."


Die Projektgruppe "NEues Cinema Paradiso" arbeitet jetzt als eigenständige Projektgruppe innerhalb des Beirates für Stadtteilentwicklung an der Realisation von einem Stadtteilkino, um es perspektivisch zu betreiben.

 

Bürgerschaftsanfrage:

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG Drucksache 17/1130

 

17.Wahlperiode 30. 07. 02 Große Anfrageder Abg. Wolf-Gerhard Wehnert, Barbara Duden, Jan Quast, Ingrid Cords, Michael Dose, Simone Kerlin, Rolf Polle, Rüdiger Schulz, Eugen Wagner (SPD) und Fraktion vom 03. 07. 02 und Antwort des Senats

Betr.: Zukunftskonferenz Wilhelmsburg

Von Mai 2001 bis Januar 2002 haben auf einen Beschluss der Bürgerschaft vom 13. Dezember 2000 (Drucksache 16/5302) Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Fachleuten und Behörden im Rahmen der Zukunftskonferenz Wilhelmsburg ein Konzept erarbeitet, das am 23. März 2002 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die anwesenden Politiker, unter anderem Herr Senator Mettbach, lobten das Engagement der Teilnehmenden. Es sei jedoch zu früh, die Inhalte der Projekte zu bewerten & diese würden aber sorgsam geprüft werden und in die weitere Planung für Wilhelmsburg einfließen. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits entschlossen, in einer neuen Organisationsform weiter zu arbeiten: "Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg & Verein zur Entwicklung der Elbinseln im Herzen Hamburgs", kurz "Zukunft ElbinselWilhelmsburg".Die in ehrenamtlichem Engagement und zahlreichen Stunden erarbeiteten Ergebnisse wurdenden Abgeordneten in Form eines Weißbuchs in der Hoffnung auf Umsetzung und weiterführendeDiskussionen mit den Entscheidungsträgern zugeleitet. Bezug nehmend auf dieses Weißbuch und die Zusage, die Ergebnisse zu prüfen, fragen wir den Senat.

Der Senat hat sich bisher nicht mit den Vorschlägen aus der "Zukunftskonferenz" befasst. Er geht jedoch davon aus, dass Wilhelmsburg auch zukünftig ein nicht zu unterschätzendes Entwicklungspotenzial für die "Wachsende Stadt" bietet und ein Schwerpunkt des hamburgischen Stadtteilentwicklungsprogramms sein wird.

G. Freizeit und Kultur

 

27. Hält der Senat eine Umgestaltung des Spreehafens zum Hausboothafen für realisierbar und wünschenswert?

a) Wenn nein, wieso nicht?

b) Wenn ja, welche Maßnahmen wird der Senat einleiten, um das Projekt auf den Weg zu bringen?

 

Einer Umgestaltung des Spreehafens zum Hausboothafen mit Wohnnutzung stehen mehrere rechtliche Aspekte entgegen. Zum einen aufgrund der bestehenden planungsrechtlichen Ausweisung als Hafengebiet, zum anderen gilt für Außendeichsflächen grundsätzlich ein Wohnverbot gemäß Hamburgisches Wassergesetz, § 63b "Aufenthalt in Außendeichsgebieten".

28. Für eine kurzfristige Umsetzung ist die Einrichtung eines Open-Air-Kinos vorgeschlagen worden, das an mehreren Orten stattfinden und dann als feste Einrichtung vorerst z.B. in eine Fabrikhalle ziehen soll. Welche Möglichkeiten sieht der Senat für die Realisierung dieses zusätzlichen Freizeitangebots für Wilhelmsburg? Welchen Beitraggedenkt der Senat von öffentlicher Seite dazu zu leisten?

Der Senat unterstützt die Bemühungen, in Wilhelmsburg weitere Stadtteilkultur- und Freizeiteinrichtungen anzusiedeln. Neben den schon heute aktiven, vielfältigen Einrichtungen im Stadtteil haben Bürgerhaus und Honigfabrik mit ihren freizeit- und kulturellorientierten Aktivitäten einen hohen Stellenwert.

Die Initiative der Projektgruppe "Neues Cinema Paradiso", durch ein Open-Air-Kino in den Sommerwochen zur kulturellen Belebung Wilhelmsburgs beizutragen, wird begrüßt. Die zuständige Behörde steht im Austausch mit den Veranstaltern und bemüht sich zurzeit um einen festen Kinostandort. In diesem Zusammenhang wird auch der ehemalige Kinostandort "Rialto" am Vogelhüttendeich geprüft und es werden Gespräche mit einem potenziellen Betreiber geführt.

 

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